Familienurlaub PLUS Silvester

Memhölz bleibt für uns ein besonderer Ort

Mit Baby, Beziehungsboost und ein bisschen Dialekt: Unser Silvester 2025/2026 in Memhölz
Als junge Familie aus Fulda waren wir dieses Jahr zum ersten Mal als erwachsene Teilnehmende bei der Silvestertagung in Memhölz im Allgäu. Mit dabei: unser erstes Kind, gerade vier Monate alt. Für mich war Memhölz zugleich ein Wiederankommen, denn schon in meiner Kindheit habe ich hier Tagungen erlebt. Für meinen Mann hingegen war alles neu: Schönstatt, Memhölz, Silvester in dieser Gemeinschaft.
Umso schöner war es, wie schnell wir uns einlassen konnten. Die offene, wertschätzende Gruppenatmosphäre und das Leitungsteam haben es uns leicht gemacht. Immer wieder wurde betont, dass alles darf, aber nichts muss: Vorträge besuchen, Programm mitmachen oder auch eigene Wege gehen, wenn es gerade besser passt. Diese Freiheit hat uns sehr entspannt.
Memhölz wurde uns schnell vertraut. Am Tisch saßen wir mit einer schwäbischen Familie, Winterausflüge machten wir mit einer Familie aus der Schweiz, geistliche Impulse kamen von Schwester M. Gertraud Evanzin aus Wien, Kleingruppen-Austausch erlebten wir mit einer Familie aus Köln und wir selbst waren mit Rhöner Platt unterwegs. Am Ende der Tagung merkten wir schmunzelnd, dass wir fast mit einem anderen Akzent sprachen.
Inhaltlich waren die Tage sehr stringent und tiefgehend. Themen wie Beziehungspflege, Konflikt und Versöhnung sowie Religiosität im Familienalltag mit Kindern haben uns stark angesprochen. Besonders in Erinnerung geblieben ist die Metapher vom „Fisch aus dem Teich“: aus der Fülle an Impulsen den einen persönlichen Fisch herauszufischen, der für die eigene Ehe gerade wichtig ist. Unser Fisch war die Frage nach neuen Ritualen als kleine Familie.
So haben wir ein neues Ritual etabliert: ein Paargespräch beim Spaziergang mit anschließendem Frühstück. Einfache Idee, große Wirkung – und bisher halten wir es durch. Ein weiterer Höhepunkt war die Eheerneuerung im Gottesdienst. Noch einmal bewusst Ja zueinander zu sagen, hat sich wie ein echter Beziehungsboost angefühlt. Insgesamt waren die Tage für uns wie ein wunderschöner Winterurlaub: wohltuend, entschleunigend, getragen von einer modernen christlichen Gemeinschaft und sehr leckerem Essen.
Memhölz bleibt für uns ein besonderer Ort. Wir hoffen, dass unser neues Ritual uns durch den Alltag trägt – und dass wir spätestens zum nächsten Silvester wieder in „Schönstatt auf’m Berg“ ankommen dürfen.

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